“Flugzeug-Scatter und WSPR” in Fachzeitschriften

Endlich eine Basis für fachliche Diskussionen: Veröffentlichung in der Fachzeitschrift “Funkamateur” (5/2022, Hintergrund) und Titelgeschichte der Fachzeitschrift “Funktelegramm”, 06/2022.

Immer noch finden Richard Godfrey & Co. unter der Yellow Press enormen Zuspruch für ihre Schmonzette, nach der sie meinen, die Route von Flugzeugen (speziell Todesflug MH370) durch WSPR-Logdaten über tausende von Kilometern nachweisen zu können.

Allerdings haben sie sich offensichtlich bislang geweigert, ihre Luftschlösser in anerkannten Fachmedien zu veröffentlichen, wo diese von einem Fachpublikum entweder schon im Manuskript (peer review) oder nach Publikation begutachtet, nachvollzogen und diskutiert werden können. Sie hingegen bevorzugen die Laienpresse, deren Journalisten aus Faulheit und/oder Unkenntnis nur zu oft treudoof einseitig das wiedergeben, was Godfrey & Co. so zusammenphantasieren.

Auch wenn etwa der Entwickler von WSPR, Nobelpreisträger Prof. Joe Taylor (K1JT), diese Luftschlösser in das Reich des Unsinns von “Leuten, die nicht wissen, was sie tun verbannte und Prof. Bruce Ward, Mitentwickler des autralischen HF-Radars JORN, das ebenfalls im Reich des blühenden Blödsinns veortete, halten Godfrey & Co. wacker an ihren unwissenschaftlichen Tagträumen fest.

Start einer fachlichen Diskussion

Um eine ernsthaft-fachliche Diskussion außerhalb des oft selbst-referentiellen Internet anzustoßen, habe ich in zwei funktechnischen Fachzeitschriften dieses Thema mit den Augen eines Praktikers betrachtet, ohne dabei jedoch den theoretischen Hintergrund aus den Augen zu verlieren:

  • “Flugzeug-Scatter auf Kurzwelle”, FUNKAMATEUR 5/2022, S. 368-372 (Aufl. 32.600) und
  • “Flugzeugscatter: Was geht? Und was geht nicht?” FUNKTELEGRAMM, 6/22, S.

Das Manuskript des ersten Artikels hatte ich auch der CQ DL des DARC zur Publikation angeboten. Erfolglos, natürlich.

DARC: Wie Diskussionen verhindert werden

Wie man zudem hört, soll der Vorsitzende des DARC, Christian Entsfellner, DL3MBG, bei einem meiner Arbeitgeber gegen die Veröffentlichung im “Funkamateur“ interveniert haben. Auf Anfrage mochten freilich weder er, noch der DARC-Vorstand das kommentieren und schon gar nicht dementieren. Diese einer Nötigung gleichkämenden Intervention reihte sich mühelos in die mal erfolgreichen, mal weniger erfolgreichen Versuche von Vereinsfunkern ein, Funkamateure zu bedrohen, zu nötigen, zu mobben und zu diskriminieren.
[Zuletzt betroffen davon: Arthur Konze, DL2ART, den man bei Behörden denunziert hatte, nachdem er sich in seinem interessanten You-Tube-Kanal “Funkwelle” kompetent mit der Entwicklung der Funkamateure, der Vereinsamateure und den Ursachen für den Verfall vor allem letzterer beschäftigte.]
Dass sich hingegen wiederum der Arbeitgeber von Christian Entsfellner, die renommierte Rosenberger-Gruppe, zumindest innerhalb ihres Unternehmens ausdrücklich gegen Mobbing und Diskriminierung wendet, ist für ihren leitenden Mitarbeiter Entsfellner offenbar kein Grund, seinen DARC auf ebendiesen Sozial- und Ethik-Mindeststandard (SA8000) für den Umgang miteinander zu verpflichten.

Und dass Entsfellner etwa auf eine denunziatorische Mail von Godfrey überhaupt eingeht (schon dies durchaus eine Charakterfrage und eine Frage der Ethik dazu) sowie – wider alle Physik und Vernunft – hurtig dessen Scharlatanerien zum Gespött von Experten mit großer Fanfare weiterverbreitet, ist eine Schande für den Amateurfunk als technisch-wissenschaftliches Hobby.

Repressionen statt Diskussionen!

Ebenso seine diskriminierende Strategie des Mobbings, mit der er Diskussionen verhindert. Was er selbst ganz&gar treuherzig-zynisch bei einem virtuellen Mitgliedertreffen zugegeben hatte: “Wir” seien der “Elefant im Raum”, also ein offensichtliches Problem, das niemand anzusprechen wage. Und warum nicht? Auch das weiß Entsfellner aus augenscheinlich eigenem Tun ganz genau: “Aus persönlicher Angst vor Nachteilen und Repressionen.”
Ob daraus für ihn oder die bei diesen Worten ihres Vorsitzenden ebenso treu wie stumm dabeisitzenden Mitvorständler möglicherweise etwas folgt, eine seit 30 Jahren vielfach angeregte Verhaltensänderung, etwa? Etwa ein beherztes: “Wer im DARC mobbt und diskriminiert, der fliegt!“, gar?

Nee, natürlich nüscht. Soll ja so bleiben.

Der Ast, auf dem der Elefant sitzt …
Bebildert hatte Entsfellner diesen “Elefanten im Raum” und seine umständlich-pomadige Erklärung dieser Metapher aus jedem beliebigen Manager-Bullshit-Bingo übrigens mit einem Cartoon, der die Rückenansicht eines einsam auf einem dünnen Ast sitzenden Elefanten zeigt, der in eine menschenleere Savanne blickt (genau, wie auf dieser Peter Gaymann-Zeichnung der frühen 1980er-Jahre). “Voller Innenraum” in der Metapher = “menschenleere Savanne” im Bild – weißte nun Bescheid, wie der DARC tickt? Immerhin das mit dem dünnen Ast, auf dem der Elefant sitzt, lässt sich noch metaphorisch deuten – wie die menschenleere Savanne, in die er blickt.
Die bei Lumas liegenden Bildrechte zur Verwendung des Cartoons ließ er den Verein augenscheinlich einiges kosten. Wenn.

Durchaus passend zu dieser Haltung mehren sich leider die Hinweise, dass der “Entwurf der Strategie ’75 plus 100′ für DARC e.V.”, den ich noch vor Tagen für eine “brunzdumme Fälschung” hielt, möglicherweise doch echt sei. Inklusive Lob des SA-Mann als Märtyrer und Ansichten über freiheitlich-demokratische Regierungsformen, angesichts derer ich nur schwer zwischen “noch AfD oder doch schon Reichsbürger?” zu entscheiden vermochte. Auch hierzu natürlich nix Offizielles vom DARC. Ich hoffe doch sehr, dieser Sache bei Gelegenheit näher auf den Grund zu gehen.

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