MH370 and WSPR: Richard Godfrey’s outright lie

This is how Richard Godfrey lies: At the top he still promises that anyone can write anything on his blog. Then he deletes my entry, which disappeared rather quickly….

In his blog under the loudmouthed subtitle “Serving the MH370 Community” Richard Godfrey et. al are up to all sorts of shenanigans. With charlatanesque “Technical Papers” they try to locate airplanes over thousands of kilometers based on WSPR log data. Irresponsibly, they are playing with the hopes of hundreds of people who are pinning their hopes on locating the crash site of flight MH370.

While so far no serious technical-scientific journal seems to have given space to these theses, they mainly find appeal in the Yellow Press and among the lay public. Suggestions to submit the “theses” to a peer review, the authors of course did not want to accede to: the balloon, laboriously inflated with a lot of ignorance and considerable vanity, was burst even before take-off. “They didn’t know what they were doing”, judged physics Nobel laureate and WSPR developer Prof. Joe Taylor, K1JT, about these “crazy” experiments.

Mainly Godfrey et al. distribute their stultifying “theses” via Godfrey’s website. An audience that prima vista would understand anything about radio propagation, WSPR and bistatic radar relegates these theses to an area that is no longer the responsibility of physics but of social psychology.
The only exception, if there were one, seems to be the DARC, the German Radio Amateur’s Association. Their chairman, Christian Entsfellner, DL3MBG, and their web page make strong advertisement for this unscientific mumbo-jumbo. He should know better. And I am sure: he knows better. Which makes it all – just not better.

Because he also seems to try, like Richard Godfrey himself, to prevent a serious technical-scientific discussion about this topic by all means. Godfrey even shamelessly claims to an author: “@Omar Ahmed, Everybody can be part of these discussions. Everything will be published on this website as usual. There is nothing to hide.” (on 22 March 2022 at 21:09).

This is an outright lie.

The opposite is true: Not everyone can participate with contributions to the discussion on his website. And not everything will be published. Especially not when it comes to technical-scientific serious contributions.
His irresponsible activity is a disgrace for all experts who seriously deal with the topic “radio technology”. And it is highly unethical to play with people’s hopes.

4 comments

  • Friedhelm "Frid" Habich, DK9JZ

    Wie oben benannt, galt mein erster Gedanke den Angehörigen, mit deren Hoffnungen Schindluder getrieben wird.
    Godfrey hat nicht einen Referenzflug benannt, mit dem seine Thesen gestützt (gestützt, nicht bewiesen) werden könnten.

    • … ist schon super, was Godfrey & Friends da auftischen. Ich widme mich dieser Sache noch etwas weiter, pse QRX, wie wir Funkamateure sagen. Und hübsch, dass der DARC diese Scharlatanerien alle nicht nur fein mitmacht, sondern dass sein Vorsitzender, Christian Entsfellner, DL3MBG, sich nur zu gern von denunziatoren Godfrey-Mails narren lässt. Ham Spirit vom Feinsten! 73 Nils, DK8OK

  • In diesem Zusammenhang vielleicht nicht uninteressant: am 6. März sendete “Radio DARC” ein Interview mit Dr. Robert Westphal, DJ4FF, betreffend die MH370-Suche mittels WSPR.

    Drei Aspekte fand ich daran bemerkenswert:

    1. Zu einem wirklich interessanten Technik-Magazin – was ja der Anspruch von Radio DARC ist – würde gehören, den Dingen unvoreingenommen auf den Grund zu gehen (“wissen, was dahinter steckt” – auch so ein Slogan von Radio DARC!). Aber dazu müsste man in einem Interview womöglich auch “unbequeme” Fragen stellen, um ein Thema von möglichst vielen Seiten zu beleuchten und die Hörer:innen auch in die ja nun unzweifelhaft bestehenden Kontroversen einzubeziehen, statt sie totzuschweigen und nur eine einseitige Sicht der Dinge zu servieren. Das wäre man ihnen schuldig. Aber das stand wohl nicht im DARC-Drehbuch und wurde von der Interviewerin konsequent vermieden. Die Existenz von fundierten Zweifeln an der Methode wurde überhaupt nicht thematisiert oder auch nur erwähnt. Das nimmt die Hörer nicht ernst und wirkt alles andere als souverän.
    (Es gibt gute Gründe, weshalb ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr Mitglied im DARC bin. Aber Radio DARC höre ich trotzdem öfter mal, um ein bisschen was aus der Amaterufunk-Welt mitzubekommen. Oft ärgere ich mich danach, denn immer wieder fällt mir deutlich tendenziöses Verhalten der Redaktion und “Jubelpropaganda” auf.)

    2. Das Interview wurde angekündigt mit peinlich reißerischen Superlativen: “Die unglaubliche Geschichte – exclusiv auf Radio DARC”, es gehe um eine “ungeheuerliche neue Option” (was ja beides so lääängst nicht mehr stimmt). Wer hinter dieser Ankündigung eine sensationelle investigative Aufdeckung erwartete, wurde enttäuscht. Es war letztlich ein total unspektakuläres Interview; inhaltlich war da für mich nichts wirklich Neues dran. Und doch hat es mich auf einer ganz anderen Ebene sehr überrascht: Die Umsicht und Sachlichkeit von OM Westphal stand in angenehmem Kontrast zu der reißerischen Ankündigung (und stellte diese somit erst recht bloß). Obwohl er noch irgendwie an die Möglichkeiten von WSPR bei der MH370-Suche zu glauben schien, wirkte er doch sehr bemüht, allzu hohe Erwartungen zu dämpfen. Er benutzte nicht Godfreys größenwahnsinnigen Terminus GDTAAA (Global Detection and Tracking of Any Aircraft Anywhere), er versprach nicht wie jener das Blaue vom Himmel, er räumte vielmehr ein, dass WSPR-Daten das Problem nicht allein lösen, sondern allenfalls im Kontext zusammen mit anderen Methoden einen Beitrag leisten können. Seine Ausführungen waren reich an Relativierungen und Begriffen wie “möglicherweise”, “vielleicht” usw. Sind das Anzeichen für ein verklausuliertes Zurückrudern? Oder für inhaltliche Differenzen zu Hardliner Godfrey? Ich weiß es nicht. Aber ist es vielleicht an der Zeit, die kleine Schar um Godfrey nicht mehr nur als “dunkle Masse auf der anderen Seite” wahrzunehmen und alle in einen Topf zu werfen, sondern differenzierter hinzuschauen? Wie gesagt, mich hat das Interview in dieser Hinsicht sehr überrascht. Ich stecke viel zu wenig drin, um es wirklich beurteilen zu können, aber ich könnte mir vorstellen, dass mit Westphal eventuell (?) möglich sein könnte, was bei Godfrey sofort an plumper Abwehr scheitern würde und auch schon gescheitert ist: ein ernsthafter Austausch auf Sachebene und wirkliches gegenseitiges Zuhören statt “Lagerdenken”. Ich würde es mir wünschen.

    3. Wenn ich Herrn Westphal in dem Interview richtig verstanden habe, versucht er seine Methoden zu prüfen und zu verbessern, indem er WSPR-Daten zu bekannten Flügen anschaut und dann versucht, vermeintliche Hinweise mit anderen Quellen abzugleichen. So weit, so gut, so wenig überraschend. Seinen Worten entnahm ich aber, dass er solche Überprüfungen teilweise auch “live” und in Echtzeit vornimmt und sich dazu die WSPR-Signale auf KiwiSDR-Empfängern in der interessierenden Region anschaut. Auch das ist ja durchaus naheliegend. Allerdings würde ich das dann nicht mehr als repräsentative Prüfsituation ansehen, denn – darauf bin ich in diesem Blog aufmerksam geworden – “live” und im Wasserfalldiagramm kann man Frequenzverschiebungen durch Doppler-Effekte erkennen und so Reflexionen vom direkten Signal unterscheiden. Bei den historischen WSPR-Daten, wie man sie für die MH370-Suche zu verwenden gedenkt, steht diese Differenzierungsmöglichkeit jedoch nicht zur Verfügung. Sicherlich ist Herrn Westphal diese Diskrepanz selbst bewusst, ich wollte jedoch zumindest erwähnt haben, dass mir das in dem Interview aufgefallen ist.

    Die Sendung lässt sich unter http://www.alximedia.de/radio/DARC-Radio-06032022-59min.mp3 nachhören; der hier relevante Teil beginnt bei 39:35.

    73, DL7AWL

    • … danke, Manfred! Etwas zugespitzt: Wenn man weiß, was man sucht, kann man jedes Datengestöber so ordnen, dass es passt. Rohrschach-Test. Leider äußert sich auch der vorsichtig-sachlich argumentierende Robert nicht zum Thema “radar cross section” (also der Energiebilanzen) und auch nicht dazu, wie die viel häufigeren und deutlicher in der 6-Hz-Messbandbreite der WSPR-Software liegenden Meteoriten-Doppler die Ergebnisse beeinflussen. Ebenfalls finde ich nichts zum Thema “false positive”, die in der Praxis weitaus überwiegen. Und wie hoch die Standardabweichung von Kurzwellen-Fading ist sowie welche Klimmzüge die OTHR-Leute unternehmen müssen, gerade diese Dinge herauszurechnen – auch dazu nix. Robert hat unbedingt die Kompetenz, den GDTAAA-Schamanismus (oh, einem Schamanen im Altai bringe ich dann aber doch noch mehr Vertrauen entgegen …) als Scharlatanerie zu entlarven. Was ihn reitet, seinen guten Namen einem schlechten Zweck zu verleihen, ist mir schleierhaft.
      Hardliner oder nicht: Auch Godfrey mag mit gutem Willen gestartet sein, hat sich dann aber – aus welchen Gründen auch immer – verlaufen. Er scheut das Licht einer “peer-reviewed”-Öffentlichkeit. Und tut recht daran.
      Dass er mit denunziatorischen Mails an den DARC-Vorsitzenden meint, ein technisch-wissenschaftliches Thema moderieren zu müssen, finde ich auch nicht so schlimm. Ist halt ne Charakterfrage. Die aber ist es auch, auf solche Hinterhältigkeiten überhaupt einzugehen. So wie Vorsitzende des DARC, Christian Entsfellner, DL3MBG, das ja innerhalb von weniger 48 Stunden mit großer Begeisterung getan hat. Und mehr noch: er soll auch bei anderen Medien gemobbt und gestänkert haben, damit diese einer technisch-wissenschaftlichen keinen Raum geben mögen.
      Darin liegt der eigentliche Skandal. Und darin, dass die bedauernswerten Angestellten des DARC, die das natürlich besser wissen (müssten), diesen Unsinn auch noch auf ihrer Website freudestrahlend verkünden müssen. Geld schlägt Kompetenz.
      73 Nils, DK8OK

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